Zum Spielverlauf:
Püktlich um 10 Uhr ging es in der Mensa des MTG los. Zeitgleich begann
auch der Kampf der ersten Mannschaft. Somit wurde den schachbegeisterten
Zuschauern einiges geboten. Nach rund 1,5 Stunden einigten sich die
Spieler sowohl an Brett 5, Chris Wood gegen Martin Stielfried als auch
an Brett 6, Manfred Trescher gegen Peter Haas auf Remis. Die Partie von
Chris war geprägt durch einige Abtauschmanvver von entwickelten Figuren,
wonach die Partie in ruhige Gefilde überging. Manfred's Partie war stets
ausgeglichen. Der Gegner hatte leichten Raumvorteil mit seiner
Bauernstellung erreicht. Aber Gewinnaussichten waren nicht sichtbar.
Dagegen entwickelte sich die Partie an Brett 8 vorteilhaft für Enrico
Koch gegen Ulrich Wein. Beide hatten am Damenflügel Freibauern schaffen
können. Die Bauern von Enrico waren schneller und der Gegner gab seinen
Läufer für zwei Bauern. Enrico verstärkte seine Stellung und nach einem
taktischen Opfer seines Läufers eroberte Enrico mittels Doppelangriff
einen Turm und gewann die Partie. An den Bretten 2 und 3 leisteten die
Gegner von Elena Levushkina und Dmitry Ter-Minasyan erbitterten
Widerstand. Die über 100 DWZ pro Brett der Tarraschler egalisierten Jens
Nissen mit Schwarz und Christoph Altmann mit Weiß. Es war jedoch eine
Gewinnchance für Dmitry in der Luft. Doch bei seiner knappen Bedenkzeit
ließ er sich auf kein Risiko ein. Bei Elena war die Stellung die ganze
Zeit über ausgeglichen. Beide Partien endeten somit unentschieden.
Zwischenstand: 3:2 für Tarrasch. An Brett 4 drohte die erste
Verlustpartie von Marco Otte gegen Alfons Schamberger. Marco ließ einen
Mattangriff zu und musste einen Bauern opfern. Der Gegner versuchte den
Angriffsdruck zu erhöhen. Als sich die Gelegenheit bot, einen weiteren
Bauern zu gewinnen und viele Figuren abzutauschen, wähnte sich der
Gegner in Sicherheit. Doch rasch wurde er in die Realitdt zurückgeholt,
denn der weißfeldrige Läufer war verloren. Marco erlebte, dass immer
mehr seiner Bauern vom Brett verschwanden. Es wurden anschließend noch
die schwarzfeldrigen Läufer getauscht. Das Endspiel hieß: zwei weiße
Springer und g-Bauer gegen einen schwarzen Springer und g- und h-Bauer.
Der Gegner wähnte sich wieder in Remisbreite, nachdem er seinen Springer
für den letzten Bauern opferte. Doch Marco lehnte das Remisangebot ab
und zeigte eindrucksvoll, wie man mit zwei Springern mattsetzt. Tarrasch
ging mit 4:2 in Führung und benötigte jetzt nur noch einen halben Punkt.
Wer führt Tarrasch jetzt zum Sieg? Schafft es an Brett 7 Gerhard Rasch
gegen Joachim Katzer oder an Brett 1 Dirk Hennig gegen Michael Unger? An
Brett 1 stand Dirk sehr druckvoll am Königsflügel und kompensierte damit
seinen nicht sehr aktiven Läufer. Der Gegner versuchte diesen Druck zu
verringern und schwächte seine Bauernstruktur. Dirk opferte daraufhin
einen Turm, kassierte dann drei Bauern und den Springer zurück. Nachdem
dann auch weitere Schwerfiguren getauscht waren, rollte die
Bauernphalanx in Richtung Grundreihe. Der Turm war gegen die vielen
Bauern und den Läufer machtlos und deswegen gab der Gegner auf. Durch
diesen Punkt fuhr Tarrasch seinen dritten Sieg nach drei Spieltagen ein.
An Brett 7 hatte Gerhard Rasch eine vorteilhafte Stellung
herausgearbeitet. Doch, er kam in Bedrängnis und opferte eine Qualität.
Aber der Gegner gab die Qualität sofort wieder zurück. Das Turmendspiel
bot noch einige Chancen für Gerhard. Letztendlich hatte er nach dem
Tausch der Türme ein gewonnenes Bauernendspiel. Doch hier mussten die
Varianten genau durchgerechnet bzw. durchgezählt werden, welches sich
Gerhard bei dem bekannten Zwischenergebnis sparte. Die Spieler einigten
sich auf Remis.