03.12. Landesliga Süd, 3.Runde am 29.11.2009: Tarrasch 2 gewinnt gegen Sendling 1 mit 5,5 : 2,5

Zum Spielverlauf: Püktlich um 10 Uhr ging es in der Mensa des MTG los. Zeitgleich begann auch der Kampf der ersten Mannschaft. Somit wurde den schachbegeisterten Zuschauern einiges geboten. Nach rund 1,5 Stunden einigten sich die Spieler sowohl an Brett 5, Chris Wood gegen Martin Stielfried als auch an Brett 6, Manfred Trescher gegen Peter Haas auf Remis. Die Partie von Chris war geprägt durch einige Abtauschmanvver von entwickelten Figuren, wonach die Partie in ruhige Gefilde überging. Manfred's Partie war stets ausgeglichen. Der Gegner hatte leichten Raumvorteil mit seiner Bauernstellung erreicht. Aber Gewinnaussichten waren nicht sichtbar. Dagegen entwickelte sich die Partie an Brett 8 vorteilhaft für Enrico Koch gegen Ulrich Wein. Beide hatten am Damenflügel Freibauern schaffen können. Die Bauern von Enrico waren schneller und der Gegner gab seinen Läufer für zwei Bauern. Enrico verstärkte seine Stellung und nach einem taktischen Opfer seines Läufers eroberte Enrico mittels Doppelangriff einen Turm und gewann die Partie. An den Bretten 2 und 3 leisteten die Gegner von Elena Levushkina und Dmitry Ter-Minasyan erbitterten Widerstand. Die über 100 DWZ pro Brett der Tarraschler egalisierten Jens Nissen mit Schwarz und Christoph Altmann mit Weiß. Es war jedoch eine Gewinnchance für Dmitry in der Luft. Doch bei seiner knappen Bedenkzeit ließ er sich auf kein Risiko ein. Bei Elena war die Stellung die ganze Zeit über ausgeglichen. Beide Partien endeten somit unentschieden.

Zwischenstand: 3:2 für Tarrasch. An Brett 4 drohte die erste Verlustpartie von Marco Otte gegen Alfons Schamberger. Marco ließ einen Mattangriff zu und musste einen Bauern opfern. Der Gegner versuchte den Angriffsdruck zu erhöhen. Als sich die Gelegenheit bot, einen weiteren Bauern zu gewinnen und viele Figuren abzutauschen, wähnte sich der Gegner in Sicherheit. Doch rasch wurde er in die Realitdt zurückgeholt, denn der weißfeldrige Läufer war verloren. Marco erlebte, dass immer mehr seiner Bauern vom Brett verschwanden. Es wurden anschließend noch die schwarzfeldrigen Läufer getauscht. Das Endspiel hieß: zwei weiße Springer und g-Bauer gegen einen schwarzen Springer und g- und h-Bauer. Der Gegner wähnte sich wieder in Remisbreite, nachdem er seinen Springer für den letzten Bauern opferte. Doch Marco lehnte das Remisangebot ab und zeigte eindrucksvoll, wie man mit zwei Springern mattsetzt. Tarrasch ging mit 4:2 in Führung und benötigte jetzt nur noch einen halben Punkt. Wer führt Tarrasch jetzt zum Sieg? Schafft es an Brett 7 Gerhard Rasch gegen Joachim Katzer oder an Brett 1 Dirk Hennig gegen Michael Unger? An Brett 1 stand Dirk sehr druckvoll am Königsflügel und kompensierte damit seinen nicht sehr aktiven Läufer. Der Gegner versuchte diesen Druck zu verringern und schwächte seine Bauernstruktur. Dirk opferte daraufhin einen Turm, kassierte dann drei Bauern und den Springer zurück. Nachdem dann auch weitere Schwerfiguren getauscht waren, rollte die Bauernphalanx in Richtung Grundreihe. Der Turm war gegen die vielen Bauern und den Läufer machtlos und deswegen gab der Gegner auf. Durch diesen Punkt fuhr Tarrasch seinen dritten Sieg nach drei Spieltagen ein. An Brett 7 hatte Gerhard Rasch eine vorteilhafte Stellung herausgearbeitet. Doch, er kam in Bedrängnis und opferte eine Qualität. Aber der Gegner gab die Qualität sofort wieder zurück. Das Turmendspiel bot noch einige Chancen für Gerhard. Letztendlich hatte er nach dem Tausch der Türme ein gewonnenes Bauernendspiel. Doch hier mussten die Varianten genau durchgerechnet bzw. durchgezählt werden, welches sich Gerhard bei dem bekannten Zwischenergebnis sparte. Die Spieler einigten sich auf Remis.